Exkursion 3

Kultur- und Wehrgeschichte auf den Grinden - Naturschutz und Flächenfreihaltung durch Beweidung rund um die Flugabwehrstellung Schliffkopf.

Über Jahrhunderte wurden die Grinden durch Beweidung geprägt, die eine einmalige Kulturlandschaft mit weiten Freiflächen schuf. Mit dem Ende der Beweidung in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts eroberte der Wald die Flächen zurück. Bei ehrenamtlichen Einsätzen wurden bei der „Schliffkopf-Aktion“ Teilflächen freigehalten um die Grinden von Baumbewuchs frei zu halten. Heute weiden wieder Rinder, Schafe und Ziegen auf den Flächen und sorgen so für eine natürliche Freihaltung. Die freien Flächen der Grinden zogen jedoch nicht nur Touristen an sondern auch das Militär. Aufgrund der guten und vor allem freien Aussicht in Richtung Westen wurden zwischen Hornisgrinde und der Alexanderschanze im Jahr 1939 Flugabwehrstellungen der Luftverteidigungszone West, einem Bestandteil der Deutschen Westbefestigungen, errichtet. Sie prägten die Grinden dabei genauso wie die Beweidung. Vom Treffpunkt an der Bushaltestelle vor dem Schliffkopf-Hotel geht es auf Schotterwegen quer durch die Rinderweiden und die Bauwerke der Flugabwehrstellung Schliffkopf zum Gipfel. Von
der Aussichtsplattform, unter der sich ebenfalls ein Bauwerk dieser Flugabwehrstellung bendet, kann bei entsprechendem Wetter eine Aussicht von den Vogesen über die Alpen bis zur Schwäbischen Alb genossen werden. Am Gedenkstein des Schwäbischen Schneeschuhbundes führt die Wanderung am Parkplatz oberhalb des Gaiskopfes und der Schwarzwaldhochstraße entlang zurück zum Ausgangspunkt. Die Exkursion findet in Zusammenarbeit mit dem Weidebetrieb
Wein statt, dessen Hinterwälder Rinder mithelfen, die Grinden vor der Verwaldung schützen.

Einzelheiten der Fachexkursion:

Dauer der Exkursion: etwa 1,5 Stunden
Treffpunkt: Bushaltestelle Parkplatz unterhalb des Schliffkopf-Hotels (B 500 Alexanderschanze - Ruhestein)
Hinweis: für Kinder ab 5 Jahren geeignet
Termine: nach Vereinbarung